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Renate Göldi

Pflegefachfrau, myPeer-Coach, Mutter von einer erwachsenen Tochter und einem erwachsenen Sohn, zweifache Grossmutter

Meine Hobbys
Yoga, Lesen, Wandern, Schwimmen, Stricken

Aus- und Weiterbildungen
Dipl. Pflegefachfrau HF | Kurs zur Berufsbildnerin in Lehrbetrieben | Lernbegleitung in der Praxis | Lehrgang Teamleiterin in sozialen und medizinischen Institutionen | Ausbildung zum Peer Coach bei myPeer.ch

«Mein Mann zeigte Symptome einer Krankheit, die über Jahre keinen passenden Namen bekam. Wir fühlten uns hilflos.»

Kurz nach der Pensionierung meines Mannes veränderte sich sein Gesundheitszustand. Probleme mit den Augen, mit operativen Eingriffen, Schwindel, Gangunsicherheit und Sprechprobleme wurden zum Alltag. Ein hinzugezogener Neurologe stellte eine Diagnose, die sich später als falsch erwies. Der Gesundheitszustand verschlechterte sich; trotz Logopädie und Physiotherapie.

Wir fühlten uns hilflos, ausgeliefert an eine Krankheit, ohne passenden Namen. Also wurden wir mit halbjährlichen Rehas aktiv. Nach vier Jahren bekamen wir bei einer Geriaterin die Diagnose Progressive supranukleäre Blickparese, Eine seltene, atypische Form von Parkinson.

Durch unser Fachwissen war uns sofort klar, was auf uns zukommt. Nach weiteren zwei Jahren verstarb mein Mann nach intensiver häuslicher Pflege. So, wie er es sich gewünscht hatte.

Meine Betroffenheit

Als sich die ersten Anzeichen dieser Krankheit zeigten, war ich als Pflegefachfrau in der Langzeitpflege tätig. Ich reduzierte mein Arbeitspensum, um meinen Mann bei den Therapien, zahlreichen Arztbesuchen und Rehas zu begleiten und ihm eine Stütze zu sein. Durch die Sprachschwierigkeiten wurde die tägliche  Kommunikation schwieriger und langsamer. In dieser schwierigen Zeit konnte ich meinem Mann Ruhe und Sicherheit vermitteln. Gegen Aussen war ich sein Sprachrohr. Als wir die Diagnose bekamen, kündigte ich aus tiefer Überzeugung meine Arbeitsstelle und wurde zur Vollzeit pflegenden Angehörigen.

Wir lebten eine starke tiefe, liebevolle Beziehung, basierend auf unseren gemeinsamen Werten Vertrauen, Wertschätzung Respekt und Selbstbestimmung. Unser gemeinsamer Wunsch bis zum letzten Atemzug zusammenzubleiben, ging in Erfüllung.

Ich bin sehr dankbar für diese bereichernde Zeit und diese Erfahrung.

«Es ist für mich eine Herzensangelegenheit meine Erfahrungen und Wissen weitergeben zu dürfen.»

«Durch die Sprachschwierigkeiten wurde die tägliche Kommunikation schwieriger und langsamer. Durch meine Nähe konnte ich meinem Mann Ruhe und Sicherheit geben, er wusste unsere non verbale Kommunikation funktionierte und ich war oft sein Sprachrohr.»

Einsatzgebiet

Nach Absprache.

Mein Schwerpunkt

  • Betreuen, begleiten und unterstützen von PSP-Betroffenen Menschen und deren Angehörigen auf dem Weg bis zur Diagnose und danach. Ich weiss, wie man sich allein, hilflos, ohne Hoffnung und Perspektive, fühlt. Die wertvollen Informationen, die man braucht, dringen nicht automatisch zu den Betroffenen durch. Diese Krankheit konfrontiert mit viel Unwissen, da sie selten vorkommt.
  • Coachen, betreuen und begleiten und unterstützen von pflegenden Angehörigen in der Frage, ob sie die Rolle einnehmen können und wollen, ob sie sich den Konsequenzen bewusst sind und eine eigene Entscheidung fällen dürfen. Ohne moralischen oder familiären Zwang. Die Aufgabe als pflegende Angehörige fordert sehr viel ein und ist bei einer bewussten Entscheidung mit Würde, Respekt und Liebe machbar.
  • Coachen, betreuen, begleiten und unterstützen in deiner Aufgabe als pflegende Angehörige. Ich achte darauf, dass die Ressourcen nicht ausgebeutet werden. Soziale Kontakte bestehen bleiben, müssen und können.
  • Beratung: Aus Erfahrung weiss ich, dass ein Vorsorgeauftrag, eine Vollmacht, eine Patientenverfügung, ein Testament und eine Anordnung für den Todesfall sehr wichtig sind, entlasten und Halt geben.
  • Coachen begleiten betreuen und unterstützen in der Trauerarbeit, Verarbeitung und Regeneration.
  • Beratung und Vorträge für Rehacenter, Spitex, Private, etc.